Berliner Dom-Freunde e.V.

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Führung über den Invalidenfriedhof am 4. April 2019

 

Es ist ein Glücksfall, in unserem Verein ein Mitglied zu haben, das ein ausgewiesener Kenner des historischen Invalidenfriedhofs in Berlin ist. Dr. med. Hans-Jörg Volkmann, eigentlich Zahnarzt, ist seit seiner Jugend passioniert an Geschichte interessiert und hat neben seinem Beruf noch ein Geschichtsstudium an der FU Berlin absolviert und seine Masterarbeit über das Thema „Zur geschichtspolitischen Bedeutung des Berliner Invalidenfriedhofs" geschrieben. Sehr gern war er bereit, uns am 4. April 2019 eineinhalb Stunden bei schönem Frühlingswetter fachkundig über den Invalidenfriedhof zu führen.

 

Zunächst gab Herr Dr. Volkmann einen Abriss über den Ursprung des Invalidenfriedhofs und seine wechselvolle Geschichte. Er wurde 1748 im Auftrag von Friedrich II. angelegt, nachdem er zuvor das Invalidenhaus für „lahme Kriegsleut" erbauen ließ. Sodann führte Herr Dr. Volkmann unsere Gruppe zu zahlreichen Grabmalen und Grabdenkmalen herausragender Persönlichkeiten der preußisch-deutschen Militärgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts sowie des Ersten und Zweiten Weltkrieges. Zu jeder einzelnen Persönlichkeit machte er kurze, prägnante Ausführungen zur jeweiligen Biographie und zu ihrer Einordnung in den geschichtlichen und politischen Kontext. Zerstörungen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges und in der DDR-Zeit, als durch den Friedhof ein Teil der Berliner Mauer lief, haben leider dazu geführt, dass auf dem 2,5 Hektar großen Gelände zwischen Scharnhorststraße und dem Berlin-Spandauer Schifffahrtskanal nur etwa 230 Gräber erhalten sind.

 

Höhepunkt der Führung war sicher das zum Glück erhaltene eindrucksvolle von Karl Friedrich Schinkel entworfene Monument für den bedeutenden Heeresreformer und Kriegsminister General Gerhard von Scharnhorst (Foto), der 1813 in den Napoleonischen Befreiungskriegen an den Folgen einer Verwundung gestorben ist. Alle Teilnehmer folgten gebannt dieser hochinteressanten und lebendig vorgetragenen „Zeitreise" von Herrn Dr. Volkmann und zollten ihm anschließend hierfür großen Dank, dem Frau Dr. Schöning als Vorsitzende mit einem Glas „Dom-Honig" noch besonderen Ausdruck verlieh. Denjenigen Vereinsmitgliedern, die an der Führung nicht teilnehmen konnten, sei ein Besuch des Invalidenfriedhofs „auf eigene Faust" empfohlen.

 

InvFriedhGruppe

 

Dr Volkmann

 

Grabdenkmal

 

 

 

 

Domfreunde sponsern Konzert der Kinder- und Jugendchöre

aus Anlass des Endes des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren

 

Am Samstag, dem 10. November, fand in unserem Dom zur Erinnerung an das Ende des 1. Weltkrieges vor 100 Jahren ein großes Chorkonzert von Knaben- und Jugendchören aus England, Frankreich und Russland gemeinsam mit den Knaben unseres Staats-und Domchores statt. Zusammen mit einem ökumenischen Gottesdienst am folgenden Sonntag sollte ein Zeichen für Frieden, Freiheit und Völkerverständigung gesetzt werden. Unser Vorstand hatte beschlossen, die aus den drei Ländern angereisten Sänger mit 3.000 Euro zu unterstützen. Für viele der rund 180 mitwirkenden Jugendlichen war es nach ihrer Aussage eines der bewegendsten Erlebnisse ihres Lebens. Und von den Besuchern, unter ihnen etliche unserer Mitglieder, wurde das Konzert als „berührend, bewegend, ergreifend" beschrieben. Für dieses große und großartige Chorkonzert war unser großer Dom geradezu wie geschaffen! Wir sind froh, dass wir aus unseren Mitteln hierzu einen nennenswerten Beitrag leisten konnten.

 

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Besichtigung der Schlossbaustelle

 

Am 27. Juni 2017 hatten die Mitglieder des Vereins der Domfreunde die besondere Gelegenheit, von ihrem Mitglied Dr. Fabian Hegholz über die Baustelle des benachbarten und schon wieder aufgebauten, aber noch nicht fertiggestellten Stadtschlosses geführt zu werden.
Herr Dr. Hegholz arbeitet als Architekt im Berliner Büro von Franco Stella an der Rekonstruktionsplanung der Barockfassaden des Berliner Schlosses mit der Integration erhaltener Fragmente. Er hat an der Technischen Universität zu Berlin studiert und wurde dort über „Die Wohnung Friedrich Wilhelms IV. im Berliner Schloss" promoviert; seine Dissertation ist vom Deutschen Kunstverlag publiziert worden und im Buchhandel erhältlich.

Zusammen mit dem Projektleiter „Gebäudehülle", Herrn Peter Westermann, führte Herr Dr. Hegholz unsere Gruppe mit 25 Teilnehmern durch das kolossale Gebäude mit seinen verschiedenen Bereichen und beschrieb äußerst interessant und anschaulich alle baulichen und technischen Herausforderungen sowie deren Realisierung.

Alle Teilnehmer zeigten sich enorm beeindruckt von der gewaltigen Größe, der architektonischen Lösung durch Franco Stella, der technischen Perfektion der Bauausführung sowie den vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten des künftigen „Humboldt-Forums".
Schließlich konnten wir Domfreunde ein nicht mehr eingerüstetes rekonstruiertes Fassadenteil bewundern und von hier aus zu „unserem" Dom hinüberschauen.
In einer anschließenden Fragerunde sprach die Vorsitzende Carmen v. Schöning den beiden hoch kompetenten Experten unseren Dank für diese exzellente Führung aus und überreichte ihnen als Dankeschön je ein Glas nachbarschaftlichen „Dom-Honig".

 

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Verleihung der Ehrenmitgliedschaft

für Hagen Graf Lambsdorff

 

Anlässlich der Mitgliederversammlung am 27. April 2017 wurde das Gründungsmitglied und der erste Vorsitzende des Vereins Hagen Graf Lambsdorff auf Vorschlag und Beschluss des Vorstandes für seine Verdienste zum Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
Die Vorsitzende Dr. Carmen v. Schöning dankte Graf Lambsdorff sehr herzlich für seine Idee und Initiative im Jahr 2011, einen Verein von Dom-Freunden zu gründen und damit einen Kreis von Unterstützern für den Berliner Dom zu entwickeln. Sie hob besonders seine mühevolle Aufbauarbeit in den Anfangsjahren hervor, die zu einem funktionierenden Förderverein geführt habe. Sie selbst habe vor zwei Jahren ein „wohl bestelltes Haus" übernommen.
In Anerkennung seiner Verdienste überreichte die Vorsitzende Graf Lambsdorff eine eigens gefertigte Ehren-Nadel mit dem Emblem der Domkuppel und heftete sie ihm an das Revers. Graf Lambsdorff zeigte sich davon sehr berührt, dankte sehr herzlich für diese Auszeichnung und bemerkte, dass ihm die Gründung und Aufbau des Vereins eine Verpflichtung und zugleich auch Freude gewesen seien.
Anschließend überreichte Vorstandsmitglied Dr. Joachim v. Bockelberg Graf Lambsdorff einen farbenfrohen Blumenstrauß zur Weitergabe an seine Frau Ruth Gräfin Lambsdorff mit dem Dank dafür, dass sie ebenfalls eine Gründungsmitgliedschaft übernommen und ihren Mann in der Aufbauphase tatkräftig unterstützt hat.

 

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Fotos:

Henriette Olbrisch
Eventfotografie
Elisabethkirchstrasse 15
10115 Berlin-Mitte

 

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